Pflege und Behandlung

Pflege

versiegelte Parkettböden

Die Versiegelung, die heute überwiegend aus umweltfreundlichen Materialien besteht, schützt die Oberfläche des Parkettbodens, verhindert das Eindringen von Schmutz und erleichtert wesentlich die Reinigung und die Pflege. Kein “Nässeschutz” aber “Feuchteschutz” wird durch die Versiegelung erreicht. Der Boden darf deshalb nicht nass gewischt, sondern soll neblfeucht gereinigt werden. Das Aufbringen der Versiegelung erfolgt im Gegensatz zum Fertigparkett in herkömmlicher, also handwerklicher Ausführung.

Einzelne geringfügige Unregelmäßigkeiten wie z.B. Pinselhaare oder Staubeinschlüsse können auftreten. Auf die Lebensdauer des Lackes hat das keinen Einfluss. Laut der Gefahrstoffverordnung ist der Parkettleger verpflichtet, wo es technisch möglich ist, umweltfreundliche Produkte zu verarbeiten. Die Verwendung lösemittelhaltiger Lacke belastet Mensch und Natur. Die Qualität hochwertiger Wasserlacke genügt bei fachgerechter Verarbeitung höchsten Ansprüchen.

Das werkseitig versiegelte Parkett ist nach der Verlegung sofort nutzbar. Der Vorteil eines werkseitig versiegelten Fertigparketts ist die erhebliche Zeitersparnis. Nachteil des Fertigparketts im Vergleich zum konventionellen Parkett ist eine etwas kürzere Lebensdauer durch dünnere Lackschichten.

gewachste / geölte Parkettböden

Durch das Auftragen und Einpaden der Öle erfolgt ein Tiefenrandschutz, der die Parkettböden nachhaltig schützt. Geölte bzw. gewachste Böden erfordern anfangs eine intensivere Pflege, die Voraussetzung für die Erhaltung der Schönheit und Strapazierfähigkeit des Parketts ist.
Wir beraten Sie gerne über die richtige Art des Oberflächenschutzes!

Pflegeanweisung für Holzfußböden

Dünn mit einem trockenen Lappen gleichmäßig auf den Boden aufzutragen. Starke Verschmutzungen, wie Gummistriche (von Schuhabsätzen) werden durch intensives Abreiben mit z.B. Wundbenzin beseitigt. Die Oberflächen von Wasserlacken werden dadurch nicht angegriffen.

Unterhaltspflege

Schmutz und Staub wirken wie Schleifpapier und sind deshalb bei jeder Art der Reinigung umgehend zu entfernen. Zur Reinigung geringer Verschmutzungen verwenden Sie einen Besen, Staubsauger oder Wischmop, für gröberen Schmutz verwenden Sie einen gut ausgewrungenen (nebelfeuchten) Wischlappen. Wichtig: Ein Parkettboden sollte nebelfeucht aber niemals zu nass behandelt werden! Als Folge einer nassen Reinigung des Parkettbodens kann sich zum Einen der Boden vom Untergrund lösen, zum Anderen kann es, insbesondere im Bereich der Stöße, zum Aufkanten des Parketts kommen. Dem Wischwasser, das Sie mit dem gut ausgewrungenen Wischlappen auf das Parkett aufbringen, kann ein neutrales Reinigungs- oder Pflegemittel (erhältlich bei Ihrem Parkettfachbetrieb) zugesetzt werden. Keinesfalls dürfen scheuernde oder ammoniakhaltige Produkte verwendet werden! Grundreinigungen werden manuell oder maschinell durchgeführt. Üblicherweise erfolgen sie dann, wenn das Parkett festhaftende Verschmutzungen aufweist, die sich durch normale Unterhaltsreinigungen nicht mehr entfernen lassen. Auch sind Grundreinigungen von Zeit zu Zeit notwendig, um einen übermäßigen Schichtaufbau von Pflegemitteln zu unterbinden und das Parkett wieder in seinen Urzustand zu versetzen. (Grundreinigungen sollten vom Parkettfachbetrieb durchgeführt werden.) Eventuell empfiehlt sich auch der Abschluss eines Pflegevertrages. Sprechen Sie hierzu bitte Ihren Parkettleger an.

Sockelleiste

Zur Abrundung des Gesamtbildes Ihres neuen Parkettbodens wird eine farblich passende Sockelleiste montiert. Diese hat nicht nur optische, sondern auch schützende Funktion als Wandabschluss. Beim Anbringen von Sockelleisten sollten Sie uns unbedingt auf eventuell in der Wand verlaufende Leitungen aufmerksam machen. Dies sollte schriftlich geschehen, da wir bei Unterlassen Ihrer Hinweispflicht keine Schadensersatzansprüche von Ihrer Seite anerkennen können. Bei der Anbringung von Holzsockelleisten möchten wir Sie nochmals auf die entstehenden Hohlräume bzw. Schlitze zwischen Sockelunterkante und Boden aufmerksam machen. Da der Boden gewisse zu tolerierende Unebenheiten aufweisen darf und der Sockel ein starres Material ist, der an der Unterkante absolut eben ist, treten Hohlstellen, die von Ihnen als Zwischenräume zwischen dem Boden einerseits und der Unterkante der Sockelleiste andererseits wahrgenommen werden, zwangsläufig auf. Es empfiehlt sich die Anbringung farblich passender elastischer Wartungsfugen oder entsprechender Dämmstreifen.

Für die Werterhaltung versiegelter und geölter Parkettböden

Grundsätzlich unterliegen Parkettoberflächen – egal ob versiegelt oder geölt – einem natürlichen Verschleiß. Um die Lebensdauer Ihres Parketts zu verlängern, die Rutschgefahr zu minimieren und die laufenden Reinigungskosten möglichst gering zu halten, sollten Sie im Eingangsbereich ausreichend dimensionierte Sauberlaufzonen (= 6 Schritte) vorsehen. Besonders geeignet sind Schmutzfangsysteme, die zunächst den Grobschmutz, dann den Feinschmutz und schließlich die Feuchtigkeit von den Schuhsohlen aufnehmen. Die Sauberlaufzonen müssen regelmäßig gereinigt werden. Tische und Stühle sind mit geeigneten Filzgleitern zu bestücken. Bei Verwendung von Stühlen mit Laufrollen sind nur Rollen des Typs W – weich – nach EN 12529 (erhältlich im Fachhandel) zu verwenden. Zusätzlich empfiehlt sich der Einsatz von geeigneten Unterlagen.

Oberflächenbehandlung

vorgeschliffen

Das Parkett wird werkseitig vorgeschliffen. Die letztendliche Oberflächenbehandlung findet dann durch den Parkettverleger vor Ort statt. Das verlegte Parkett, kann anschließend, je nach Wunsch versiegelt, geölt oder gewachst werden.

versiegelt

Um Ihr Parkett gleichmäßig gegen das Eindringen von Staub und Schmutz zu schützen, kann das Parkett auch schon fertig lackiert ab Werk geordert werden. Hierbei handelt es sich um einen formaldehydfreien UV-Acryllack.

geölt

Geölte Oberflächen unterstützen die besondere Ausstrahlung des Parketts, indem sie die typische Farbe und Maserung hervorheben. Bei werkseitig, verlegefertig geölten Parketts wird ein schadstofffreies oxytatives Hartwachsölsystem verwendet.

Holz ist ein Naturprodukt, bei dem farblich und strukturelle Unterschiede sowie Fugenbildung auftreten können. Fugenbildung (insbesondere bei hellen Hölzern wie z.B. Ahorn und Buche) ist auf raumklimatische Bedingungen zurückzuführen und kein Reklamationsgrund. Hölzer verändern sich durch Lichteinfall farblich.

Wir weisen darauf hin, dass es sich bei allen abgebildeten Böden und Fotos um keine farbverbindlichen Aufnahmen handelt. Je nach Lichteinfall und Aufnahmesituation kann es zu technisch bedingten Abweichungen mit dem Original Parkett kommen.